Kategorien
Landschnecken | Weichtiere

Cepaea nemoralis

Hain-Bänderschnecke

Ameise untersucht eine Hain-Bänderschnecke.

Name(n)

Hain-Bänderschnecke, Schwarzmündige Bänderschnecke, Hain-Schnirkelschnecke

Hain-Bänderschnecken bei der Paarung.

Zoologischer Name

Cepaea nemoralis

Gelbe Form der Hain-Bänderschnecke.

Familie

Schnirkelschnecken (Helicidae)

Hain-Bänderschnecke (links) und Garten-Bänderschnecke (rechts). Die beiden Arten lassen sich anhand der dunklen Gehäusemündung unterscheiden.

Herkunft/Verbreitung

Europa, der Verbreitungsschwerpunkt scheint in Mitteleuropa zu liegen. Als eingeschleppte Art soll Cepaea nemoralis auch in einigen nordamerikanischen Regionen zu finden sein.

Rosa Form der Hain-Bänderschnecke.

Lebensräume

Gärten, Parks, Friedhöfe, Wiesen, Unkrautflure, Mauern, Gebüschsäume, Wälder

Bänderschnecke auf Bärlauch (Allium ursinum).

Größe und Gewicht

Das Gehäuse dieser Bänderschnecke kann Durchmesser von bis zu 25 Millimetern erreichen.

Bänderschnecke und Märzenschnecke (rechts) auf dem Blatt einer Funkie (Hosta ventricosa).

Lebenserwartung

Bis 8 Jahre, die Hain-Bänderschnecke benötigt ungefähr 3 Jahre um geschlechtsreif zu werden.

Verletzte Bänderschnecke auf einer Gartenschere.

Nahrung

Absterbende und verrotende Pflanzenteile, aber auch frische Pflanzen, wie zum Beispiel Funkien, Bärlauch, Blattsalate, Tomaten oder Paprika.

Die Hain-Bänderschnecke soll auch Aas fressen, das konnte ich aber noch nicht beobachten.

Besonderheiten

Cepaea nemoralis ist in ihrem Erscheinungsbild sehr variabel. Es gibt nicht nur die häufig zu sehenden gelb-schwarz gebänderten Schnecken, sondern auch Exemplare mit einfarbig gelbem, rosa oder bräunlichem Haus. Bei anderen Farbformen ist das Gehäuse rosa-schwarz oder bräunlich schwarz gestreift.

Auch die Färbung des Weichkörpers ist flexibel, sie variiert von gelb bis zu braun oder schwarz.

Von der ähnlich aussehenden Garten-Bänderschnecke lässt sie sich durch ihre dunkle Gehäusmündung unterscheiden. Die allerdings bei Jungtieren noch nicht zu sehen ist.

Die Hain-Bänderschnecke im Garten

Da die Hain-Bänderschnecke gerne auch an frisches Gemüse und andere lebende Pflanzen geht, kann sie im Garten durchaus Schäden verursachen. Die fallen aber nur ins Gewicht, wenn sie sich dort massenhaft vermehrt. Was in einem naturnahe bewirtschafteten Garten nicht vorkommen sollte, denn die Bänderschnecke hat Fressfeinde, wie zum Beispiel den Igel und einige Vogelarten.

Gelbe Form der Hain-Bänderschnecke neben dem Gehäuse einer toten Artgenossin.

Quellen